Inhaltsverzeichnis Vorlage

Ob Sie nun eine Bachelorarbeit, eine Doktorarbeit, eine Hausarbeit oder eine andere wissenschaftliche Arbeit schreiben müssen, sobald es sich um ein Schriftstück einer gewissen Länge handelt, führt zur besseren Übersichtlichkeit kein Weg an einem ordnungsgemäßen Inhaltsverzeichnis vorbei. Ohne ein Inhaltsverzeichnis wäre Ihre Arbeit nicht vollständig und Sie hätten die formalen Kriterien, die zum Beispiel bei der Bewertung einer Bachelorarbeit eine entscheidende Rolle spielen, einfach nicht erfüllt.

Welchen Zweck erfüllt ein Inhaltsverzeichnis?

Bei einem Inhaltsverzeichnis handelt es sich quasi um das Aushängeschild einer jeden wissenschaftlichen Arbeit. Denn so kann sich der Leser einen raschen Überblick über die wichtigsten Inhalte sowie der Logik der Arbeit an sich verschaffen. Das Inhaltsverzeichnis fungiert also als ein roter Faden und nimmt den Leser an die Hand, damit er oder sie die Orientierung nicht verliert. Da eine wohl durchdachte, exzellente Arbeit, die eine Bestnote verdient hat, ohnehin auf einer logischen Gliederung basiert, kann diese Gliederung einfach in das Inhaltsverzeichnis umgemünzt werden. Beim Zusammenheften der Arbeit folgt das Inhaltsverzeichnis unmittelbar auf das Titelblatt.

Was sind die wichtigsten Bestandteile eines Inhaltsverzeichnisses?

Wer sich nun an die Erstellung eines Inhaltsverzeichnisses für seine eigene Arbeit machen möchte, muss die folgenden Punkte auf jeden Fall in der genannten Reihenfolge aufnehmen. Wie daraus eine konkrete Inhaltsverzeichnis Vorlage wird, verrät wiederum der nachfolgende Abschnitt.

1. Einführung in das Problem, mit dem sich die Arbeit beschäftigt
2. Überschriften aller Kapitel
3. Überschriften der Unterkapitel
4. Zusammenfassung/ Fazit zum Schluss der Arbeit
5. Literaturverzeichnis/ Bibliographie
6. Anhang

Während nicht jedes Inhaltsverzeichnis ein Abkürzungs- sowie Symbolverzeichnis oder einen Anhang beinhaltet, kommt ein vollständiges Inhaltsverzeichnis nicht ohne die Punkte 1 bis 5 aus.

Inhaltsverzeichnis Vorlage – so sieht ein korrektes Inhaltsverzeichnis aus

Während es gewisse Kriterien gibt, die ein Inhaltsverzeichnis unbedingt erfüllen sollte, gibt es durchaus Variationsmöglichkeiten bei der konkreten Gestaltung Ihres Inhaltsverzeichnisses. Diese möchten wir Ihnen nachfolgend aufzeigen.

INHALTSVERZEICHNIS

Abkürzungsverzeichnis
Symbolverzeichnis
Darstellungsverzeichnis
Gliederung
A. Grundlegendes
I. Darstellung des Problems
II. Vorgehen bei der wissenschaftlichen Untersuchung
III. Kennzeichnung von wichtigen Begriffen
III. a
III. b
B.
C. Fazit/ Schlussteil
Anhang
Bibliographie
Eidesstattliche Versicherung

Bei diesem Beispiel wird deutlich, dass der Hauptteil des Inhaltsverzeichnisses einem logischen Ablauf folgt. Dies sollte auch bei der Benennung der einzelnen Punkte der Gliederung berücksichtigt werden. Während die Seitenangaben für die ersten drei Unterpunkte des Inhaltsverzeichnisses mit römischen Ziffern (i, ii, iii, iv, etc.) durchzunummerieren sind, kommen für die Seitenzahlen der Unterpunkte der weiteren Gliederung reguläre Ziffern (1, 2, 3) zum Einsatz. Alternativ zu der oben verwendeten Formatierung des Inhaltsverzeichnisses kann auch folgende Inhaltsverzeichnis Vorlage zum Einsatz kommen. Manche Hochschulen teilen ihren Studierenden sogar mit, welches Format gewünscht wird. An diese Regeln sollten Sie sich entsprechend halten.

1. Grundlegendes
1.1 Darstellung des Problems
1.2 Vorgehen bei der wissenschaftlichen Untersuchung
1.3 Kennzeichnung von wichtigen Begriffen.
1.3.1
1.3.2
2.
…..
6. Fazit/ Schlussteil

Zu den Unterpunkten eines Inhaltsverzeichnisses, wie zum Beispiel 1.3.1 und 1.3.2, ist festzuhalten, dass es mindestens zwei Unterpunkte geben muss. Denn ein Unterpunkt allein wäre schlichtweg überflüssig. Während die Schreibweise „1.“ korrekt ist, wären „1.2.“ und „1.2.1.“ nicht korrekt. In diesen beiden Fällen sollte also auf den Punkt am Ende verzichtet werden. Auch das ist ein beliebter Fehler, der sich in vielen Inhaltsverzeichnissen einschleicht.

Weitere nützliches Tipps zu den Feinheiten eines Inhaltsverzeichnisses

Während die korrekten Seitenangaben in einem Inhaltsverzeichnis nicht fehlen dürfen und die Überschriften im Inhaltsverzeichnis mit denen im Fließtext übereinstimmen müssen, gibt es hinsichtlich der Seitenangaben eine weitere Besonderheit zu beachten. Denn es ist durchaus erlaubt, die Seitenzahlen für die tiefste Ebene der Gliederung im Inhaltsverzeichnis wegzulassen. Dies soll dazu beitragen, dass (nahezu) identische Seitenangaben für eine Reihe von Gliederungspunkten gar nicht erst im Inhaltsverzeichnis auftauchen.

Alle anderen Seitenzahlen müssen natürlich mit den Seitenzahlen des Hauptteils der Arbeit selbst übereinstimmen. Daher ist es sinnvoll, die Seitenzahlen erst ganz zum Schluss in das Inhaltsverzeichnis aufzunehmen, da sich aufgrund von grammatischen Korrekturen, dem Einfügen von Grafiken sowie dem Hinzufügen von Sätzen bis zum Schluss noch eine Änderung der Seitenzahlen ergeben kann. Erst wenn die Endkorrektur der kompletten Arbeit abgeschlossen ist, macht es daher Sinn, die Seitenzahlen in das Inhaltsverzeichnis zu integrieren.

Noch dazu dienen die verschiedenen Ebenen eines Inhaltsverzeichnisses auch der Kontrolle. Denn Punkt 1. ist zum Beispiel wichtiger als Unterpunkt 1.1. Würde 1.1 nun jedoch mehr Seiten füllen als 1., dann wäre davon auszugehen, dass die Darstellung der Inhalte gemäß ihrer Wichtigkeit bisher nicht geglückt ist. Dementsprechend wäre die Aufteilung der Inhalte in Bezug auf die Wichtigkeit hinsichtlich der in der Arbeit zu untersuchenden Forschungsfrage neu zu bewerten. Die Struktur des Inhaltsverzeichnisses muss also nicht nur genau definierten, formalen Vorgaben folgen, sondern auch inhaltlich und logisch schlüssig sein.

Bei der Erstellung des Inhaltsverzeichnisses kann zum Beispiel die automatische Nummerierung eines Textverarbeitungsprogramms genutzt werden. Dies hilft nicht nur bei der Vermeidung von Fehlern, sondern Anpassungen lassen sich im Nachhinein somit auch leichter umsetzen. Da es sich bei dem Inhaltsverzeichnis um den ersten Eindruck handelt, welchen der Leser von der eigenen Arbeit gewinnt, ist es umso wichtiger, dass mit der nötigen Sorgfalt vorgegangen wird. Denn ein schlechter erster Eindruck kann sich negativ auf die Rezension der restlichen Arbeit auswirken. Eine exzellente wissenschaftliche Arbeit steht und fällt also auch mit ihrem Inhaltsverzeichnis.

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