Deckblatt der Hausarbeit – der erste Eindruck zählt

Ein Buch soll man nicht anhand seines Einbandes beurteilen, so sagt man, und gewiss trifft gleiches auch für eine Hausarbeit während des Studiums zu. Nichtsdestotrotz, ein leichtes Maß an Oberflächlichkeit lässt sich nie gänzlich vermeiden. Das gilt bei genauerer Überlegung ganz besonders für das wissenschaftliche Arbeiten an einer Uni. Denn während letztlich zwar die vielen beschriebenen Seiten mit ihrem Inhalt für die eigentliche Benotung einer Arbeit ausschlaggebend sind, so liefert das Deckblatt doch einen nicht unerheblichen ersten Eindruck.

Sind hier bereits ganz offensichtliche Fehler zu finden, senkt das die Erwartungshaltung gegenüber allem, was in der Folge zu lesen ist. Daher suchen Studenten nicht selten nach einer Vorlage, einem Muster oder Tipps für ihr Deckblatt der Hausarbeit um keinen Fehler zu machen und stattdessen das Optimum zu erreichen.

Der Leser schaut beim Deckblatt genauer hin

Das Deckblatt ist also das Erste, dass ein Leser vom Inhalt einer Studienarbeit zu Gesicht bekommt. Tatsächlich verweilt man beim ersten Aufschlagen hier einen Augenblick länger und schaut genauer hin. Dies nicht zuletzt deswegen, weil auf dem Deckblatt in zentraler Platzierung der Titel und damit bereits im Groben die These der gesamten Arbeit ins Auge fällt. In der Summe liefert die Titelseite mit einem Überblick Antworten auf einige Fragen:

  • Wer ist der Verfasser?
  • Wann wurde die Arbeit geschrieben?
  • Wo wurde sie veröffentlicht beziehungsweise abgegeben?
  • Was ist das Thema der Arbeit?

Jene Fragen sind zum Beispiel auch dann von wichtiger Bedeutung, wenn die Arbeit selbst einmal Gegenstand einer Recherche ist und folglich als Quelle dient. All diese Punkte machen schließlich deutlich, dass es sich lohnt, mit dem Deckblatt der Hausarbeit den letzten Schliff zu verleihen und hier etwas mehr Aufwand zu investieren.

Das gehört auf das Deckblatt jeder Hausarbeit

Ganz wichtig ist im Allgemeinen beim Verfassen einer Arbeit, dass die Richtlinien der Uni und die eventuellen Vorgaben der Professoren oder Dozenten eingehalten werden. Womöglich gibt es hierbei von der Norm abweichende Bestimmungen. Gibt es hingegen keine gesonderten Informationen, so bleibt es bei den üblichen Normen wissenschaftlichen Arbeitens. Insofern gehören erst einmal die persönlichen Daten des Verfassers auf das Blatt:

  • vollständiger Name
  • Anschrift
  • E-Mail-Adresse (bestenfalls die der Universität)
  • Telefonnummer
  • Studiengang
  • momentanes Semester
  • Matrikelnummer

Das perfekte Deckblatt für die Hausarbeit

Hinzu kommen weiterhin die Angaben bezüglich der Universität und des Bereichs, in dem die Arbeit geschrieben wird:

  • Name und falls erlaubt Logo der Universität
  • Fakultät und Fachbereich
  • Titel des Seminars
  • Name des Professors oder Dozenten
  • Datum der Abgabe

Der wahre Augenfang auf dem Deckblatt der Hausarbeit ist schließlich jedoch die Titelgebung. Dieser mittig platzierte Teil darf ruhig durch Fettschrift und etwas mehr Schriftgröße hervorstehen. Schon dieser Aspekt macht deutlich, wie wichtig es ist, einen prägnanten Titel zu finden, der das Interesse für den folgenden Inhalt schürt. Die Platzierung der übrigen Angaben auf dem Deckblatt obliegt derweil abermals entweder den Richtlinien der Universität oder entsprechen den herkömmlichen Gegebenheiten. Das bedeutet dann, Angaben zur Uni sowie Seminar befinden sich im oberen Bereich und persönliche Daten im unteren Abschnitt, jeweils wahlweise linksbündig oder zentriert.

Vorlagen sind gut, Eigenentwurf ist besser

Bei aller Bedeutung eines guten Eindrucks auf dem Deckblatt der Hausarbeit ist jedoch auch Vorsicht geboten. Keineswegs sollten auf dieser ersten Seite irgendwelche typologischen oder grafischen Experimente versucht werden. Seriosität ist das oberste Gebot, sodass Grafiken ein absolutes No-Go sind und auch zu ausgefallene Schriftarten oder Formatierungen eher ein Risiko darstellen. Im Idealfall steckt all die mögliche Kreativität, welche auf dem Deckblatt Platz finden könnte, einzig und allein im Titel. Diese möglichen Fehltritte sind insbesondere dann zu beachten, wenn ein Muster oder eine Vorlage aus dem Internet bemüht wird.

Zwar servieren diese oft direkt ein Deckblatt, bei dem alle Angaben am richtigen Ort nur noch durch die eigenen Angaben ausgetauscht werden müssen, doch schleicht sich unter Umständen eine falsche Schriftart mit ein. Außerdem birgt dieses bloße Ersetzen und Austauschen der Textbausteine auf einem Vordruck das Risiko, dass sich Flüchtigkeitsfehler einschleichen und gar die eine oder andere Zeile unverändert bleibt – Stichwort Betriebsblindheit.

Besser ist es somit, sich zwar eine Vorlage für ein Deckblatt einer Hausarbeit zu suchen aber dies nur als Beispiel zu nutzen und dann den eigenen Entwurf zu beginnen. Am Ende schließlich ist es sowieso üblich, die Arbeit von jemand Außenstehenden zur Probe lesen zu lassen. Da empfiehlt sich dann der Hinweis, doch bitte auch einen genauen Blick auf die Titelseite zu werfen.

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