Die Einleitung der Hausarbeit – jedes Wort zählt

Die Einleitung einer Hausarbeit ist neben dem Hauptteil und dem Schluss eine der drei Säulen einer solchen Arbeit. Als erster Teil des gesamten Fließtextes ist sie ganz entscheidend dafür mitverantwortlich, welchen Eindruck der Leser von der jeweiligen Hausarbeit, Seminararbeit, Bachelorarbeit und so weiter hat – beziehungsweise mit welcher Erwartung er sich den folgenden Teilen widmet.

Es ist also nur logisch, dass es für eine wirklich gute Einleitung der Hausarbeit eine ganze Reihe von Aspekten zu beachten gilt. Dafür spricht allein schon, dass das Verfassen der Einleitung im gesamten Schreibprozess erst spät stattfindet, nämlich nachdem Hauptteil und Schluss bereits ausgearbeitet sind. Warum ist das so und was sind wichtige Punkte oder auch Tipps, die es umzusetzen gilt?

Darum ist die Einleitung so wichtig

Man kann den einleitenden Teil einer wissenschaftlichen Arbeit durchaus mit dem Klappentext eines Buches vergleichen. Nach dem Deckblatt und dem Inhaltsverzeichnis finden hier die ersten richtigen Berührungspunkte mit dem Leser statt. Dieser erhält nun einen Eindruck vom sprachlichen Stil der vielen folgenden Seiten und ebenso von der Arbeitsweise des Autors. Zudem fungiert die Einleitung der Hausarbeit natürlich als Überblick über die behandelte Thematik und Ausblick auf die Erkenntnisse, ohne allerdings bereits tiefergehende Informationen oder Details zu liefern. Das heißt, der Einstieg in die Arbeit hat generell zwei Ziele: Einerseits Interesse zu wecken, die Arbeit zu lesen und andererseits, den Inhalt abzugrenzen und dem Leser zu zeigen, was auf den folgenden Seiten behandelt wird. Für all das nimmt die Einleitung der Hausarbeit etwa 10 Prozent des gesamten Textes ein, also nur ein bis zwei Seiten einer durchschnittlichen Arbeit mit 15 bis 20 Seiten.

Wie eine gute Einleitung der Hausarbeit gelingt

Wie bereits gesagt, findet das Verfassen der Einleitung nach dem Hauptteil und Schluss der Arbeit statt. Das ist deswegen so wichtig, weil auf diese Weise wirkliche Kernelemente der Thematik und wichtige erlangte Informationen der Reihe nach sowie kurz und prägnant in Ausblick gestellt werden können. Zudem ist bei diesem Arbeitsstand auch der Aufbau der gesamten Hausarbeit bereits textlich und nicht nur gedanklich festgelegt und das Ziel ist idealerweise wirklich bestätigt, denn auch dies gehört klar formuliert in die Einleitung. Aus Gründen für die hohe Bedeutung der Einleitung selbst ist der eine einleitende erste Satz überdies eine wichtige Sache für sich. Nicht selten ist das der am meisten gelöschte, neu geschriebene und wieder bearbeitete Satz der gesamten Arbeit. Immerhin gleicht er einer allerersten Begrüßung mit einem Menschen, den man gerade kennenlernt. In der Summe umfasst die Struktur einer Einleitung also vier wichtige Elemente:

  • Einleitungssatz
  • Vorstellung des Themas
  • Ziel der Hausarbeit
  • Aufbau der Hausarbeit

Diese Fehler gilt es zu vermeiden

Für alle der vorherig genannten Punkte gilt: Interesse wecken und Ausblick geben, ohne ins Detail zu gehen. Lautet der Einleitungssatz zum Beispiel „Die folgende Arbeit behandelt die schwindende Bedeutung des landwirtschaftlichen Sektors in Deutschland“, so ist dem Aspekt des Interesse Weckens eher wenig gedient. Stattdessen eignen sich Formulierungen wie „Wie lange kann sich Deutschland noch selbst ernähren, wenn im tertiären Sektor weiterhin gespart und das Personal zunehmend knapp wird?“.

Es hilft also durchaus, sich für jeden Satz der Einleitung noch einmal zu hinterfragen. Bei der Einführung des Themas hingegen sollte zudem gefragt werden, warum das Thema bedeutsam ist und welchen Effekt die Hausarbeit haben könnte. In Bezug auf Zielsetzung geht es wiederum darum zu zeigen, warum und auf welche Art das Ziel erreicht wird. Für die Beschreibung des Aufbaus schließlich genügt es, eine klare Struktur des Hauptteils vor Augen zu haben und diese in kurzen Sätzen zu verschriftlichen, also quasi den roten Faden Stück für Stück zu benennen.

Musterbeispiel aus dem Internet sinnvoll?

Aufgrund der nun dargestellten Bedeutung einer guten Einleitung wird nicht selten ein gewisses Maß an Perfektion angestrebt, was die Sache umso schwerer gestaltet. Daher gibt es im Internet vielfach Anbieter für ein Musterbeispiel einer Einleitung oder auch ganzen Arbeit. Durchaus kann ein solches als Vorlage verwendet werden oder zumindest ein Beispiel für den Einleitungssatz als Inspiration dienen. Vorsicht ist hierbei allerdings geboten.

Denn sowohl sprachlich als auch inhaltlich muss die Einleitung dem Text der gesamten Arbeit qualitativ entsprechen und ohnehin absolut aus der eigenen Hand stammen. Keinesfalls also sollten aus einem Beispiel ganze Sätze oder ausführliche Formulierungen übernommen werden. Was in der Schule vielleicht noch gut geht, führt im Studium oder in der Forschung dann schnell zum Tatbestand des Plagiats. Wer jedoch partout keinen eleganten Einstieg findet und schon beim Einleitungssatz eine Schreibblockade entwickelt, dem sei gesagt: Zitieren ist möglich, üblich und manchmal auch genau richtig. Behandelt die Arbeit zum Beispiel den Klimawandel, so ist Greta Thunbergs Ausspruch „Ich will, dass ihr in Panik geratet.“ ein perfekter Türöffner.

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:
Dieser Beitrag wurde am 23. März 2021 veröffentlicht.