Fußnote erstellen – so einfach & wichtig

Fußnoten tauchen in fast jeder wissenschaftlichen Arbeit auf und besitzen dabei unterschiedliche aber in der Regel formal essentielle Funktionen. Wer also eine Hausarbeit, eine Seminararbeit oder die große Masterarbeit schreibt, wird beinah auf jeder Seite die ein oder andere Fußnote erstellen müssen. In Deutschland beispielsweise erfolgt das im Zusammenhang mit ordnungsgemäßem Zitieren.

Einerseits gelingt dies in den üblichen Schreibprogrammen mit nur wenigen Klicks, andererseits aber gibt es für Fußnoten doch auch einiges zu beachten. Wer sich einmal näher mit der Thematik beschäftigt hat, weiß zudem, dass einige Regeln in Bezug auf Fußnoten bestehen. Es lohnt sich also, diese zu kennen und etwa zwischen Fußnote und Fußzeile richtig unterscheiden zu können.

Fußnote, Endnote, Fußzeile – das ist zu wissen

Die sogenannte Fußzeile steht nicht etwa direkt im Zusammenhang mit Fußnoten. Eine Fußzeile ist ein kleiner vom Haupttext abgetrennter Teil einer jeden Seite und beinhaltet in der Regel stets dieselben Informationen, nämlich etwa Autor, Titel und Seitenzahl einer Arbeit. Fußnoten hingegen sind einzelne Daten oder Informationen, welche jeweils nummeriert Bezug zu einer Stelle oder einem Wort im Haupttext der Seite nehmen. Als solches sind Fußnoten meist oberhalb der Fußnoten angeordnet. Erfolgt hingegen die Bezugnahme auf ein Wort oder eine Passage nicht noch auf derselben Seite sondern am Ende eines Kapitels oder gar am Ende der ganzen Arbeit, so definiert dies eine Endnote. Das heißt, der Unterschied zwischen Fuß- und Endnote betrifft einzig ihre Platzierung.

Die Funktion einer Fußnote

Fußnoten sind ein bedeutendes Element jeder wissenschaftlichen Arbeit. Sie dienen einerseits dazu, Argumente und Ausführungen zu stützen beziehungsweise näher zu erläutern, Hintergrundinformationen und Definitionen zu liefern oder bieten Platz für einen Kommentar des Autors zur jeweiligen Passage im Haupttext. In diesen Fällen ist zu erwähnen, dass stets bedacht werden muss, ob ein Fußnoteninhalt tatsächlich für den Haupttext nicht zwingend notwendig ist oder aber vielleicht doch für das Verständnis essentiell ist und somit direkt in den Text gehört. Von diesen Funktionen abgesehen dient die Fußnote andererseits als Quellenangabe für Zitate und Paraphrasierungen im Text. Vor allem in der deutschen Zitierweise, im Gegensatz zu amerikanischen Zitierweisen, ist diese Methode der Quellenangabe üblich und bei den meisten Hochschulen Standard.

Die Norm für Fußnoten

Tatsächlich gibt es sogar eine DIN 5008 für Fußnoten. Von dieser ausgehend sind Fußnoten stets mit arabischen Ziffern (oder selten mit römischen Zahlen) über alle Seiten einer Arbeit fortlaufend zu nummerieren. Sie gehören jeweils immer an den Fuß einer Seite und werden vom Haupttext durch wenigstens eine Leerzeile und den Grundstrich getrennt. Bilder sind als Inhalt nicht erlaubt. Sofern eine Fußnote mit einem Satzzeichen zusammentrifft, so gilt: Bezieht sich die Fußnote auf den gesamten Satz, so steht die Ziffern nach dem abschließenden Satzzeichen. Betrifft die Fußnote einzig das vorangegangene Wort oder eine Wortgruppe, so gehört die Ziffer vor das Satzzeichen. Im Übrigen bezeichnet man die Gesamtheit aller Fuß- und auch Endnoten als wissenschaftlichen Apparat, Fußnotenapparat oder Anmerkungsapparat.

Fußnote erstellen in Windows und Mac

Das Erstellen einer Fußnote gelingt in allen gängigen Schreibprogrammen wie Word, OpenOffice oder Indesign von Adobe auf ganz ähnliche Art und Weise, unabhängig von Mac oder Windows als Betriebssystem. In jedem Fall platziert man jeweils den Cursor an der gewünschten Stelle im Text, also gegebenenfalls direkt hinter einem Wort. Bei Word geht es anschließend auf die Registerkarte „Verweise“ und weiter auf „Fußnote einfügen“.

Bei OpenOffice lautet die Registerkarte „Einfügen“ und bei Indesign „Schrift“. Ist die Fußnote eingefügt, kann direkt die gewünschte Notiz, Anmerkung und so weiter verfasst werden. Formatierungen sind hier im Übrigen möglich, sollten jedoch sparsam verwendet werden. Ein Doppelklick auf die Zahl oder das Symbol zu Beginn der Fußnote bringt den Cursor zurück zur entsprechenden Stelle im Haupttext.

Die Fußnote als Literaturverweis

Wie erwähnt ist im deutschen Sprachraum beziehungsweise bei wissenschaftlichen Arbeiten die Hauptfunktion der Fußnote die der Quellenangabe. Insofern häufen sich bei einer Studienarbeit eine Menge Fußnoten an und es ist wichtig, hierbei die Form zu waren und insbesondere zwischen Vollbeleg und Kurzbeleg zu unterscheiden. Ein Vollbeleg wird bei der allerersten Nennung einer Quelle angegeben und beinhaltet alle Informationen, wie sie auch im Literaturverzeichnis später gelistet werden. Welche das im Detail sind, hängt vom Publikationstyp und den eventuellen Vorgaben der Bildungseinrichtung ab und sollte entsprechend recherchiert werden.

Ist eine Quelle schon einmal in der Arbeit mittels Fußnote und Vollbeleg genannt worden, genügt in der Folge stets ein Kurzbeleg. Dieser beinhaltet lediglich den Autor oder die Autoren, den abgekürzten Titel sowie eine Seitenangabe. Nicht zuletzt muss stets zwischen Zitat und Paraphrase unterschieden. Handelt es sich um eine quellenbasierte Umschreibung oder ein indirektes Zitat, so muss ein Voll- oder Kurzbeleg in der Fußnote mit dem Kürzel „Vgl.“ (Vergleiche) beginnen. Tipp für den letzten Schritt einer wissenschaftlichen Arbeit: Beim Lektorat ausdrücklich darum bitten, die Belege in den Fußnoten zu überprüfen, denn hier schleichen sich unter Umständen Unachtsamkeiten ein.

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Dieser Beitrag wurde am 25. März 2021 veröffentlicht.