Das Symbolverzeichnis – wichtiger Teil einer wissenschaftlichen Arbeit

Ebenso wie das Inhaltsverzeichnis, das Abkürzungsverzeichnis oder das Literaturverzeichnis so stellt auch ein Symbolverzeichnis einen grundlegenden Teil vieler wissenschaftlicher Arbeiten dar. Insbesondere bei Arbeiten mit naturwissenschaftlichem oder technischem Inhalt ist diese übersichtliche Aufführung aller verwendeten Symbole obligatorisch. Egal ob Seminararbeit oder Bachelorarbeit – ein Symbolverzeichnis ist ein wichtigers Baustein Ihrer wissenschaftlicher Arbeit.

Es umfasst dabei jene Symbole, die nicht allgemein gebräuchlich sind, wie es etwa bei Formelsymbolen der Mathematik der Fall ist. Zwar ist das Erstellen des Verzeichnisses keineswegs allzu schwierig, jedoch gibt es in jedem Fall formelle Richtlinien zu beachten. Zumal eine wissenschaftliche Arbeit insgesamt stets genauen Standards unterliegt. Außerdem gelingt die Anfertigung zum Beispiel in Microsoft Word anders als etwa im Schreibprogramm Latex.

Wann und wofür braucht es ein Symbolverzeichnis?

Aufzuführen ist ein solches Verzeichnis natürlich nur dann, wenn überhaupt fachspezifische Symbole im Inhalt der Arbeit vorkommen. Schreiben Sie also beispielsweise an einer Arbeit auf dem Gebiet der Literatur, braucht es für gewöhnlich auch keine Übersicht etwaiger Symbole. Anders, wie gesagt, ist es bei naturwissenschaftlichen Themen. Eine grundlegende Orientierung sind bis zu fünf Symbole. Diese Anzahl bedarf keiner gesonderten Darstellung in Form eines Verzeichnisses. Stattdessen genügt dann jeweils eine Erklärung im Fließtext oder mit Hilfe einer Fußnote.

Bei mehr Symbolen hingegen bietet sich ein Verzeichnis an, wobei auch dann durchaus dennoch eine kurze Erklärung im Text bei der erstmaligen Verwendung sinnvoll sein kann. Allerdings gilt das nur für wirklich spezifische Symbole und keine, die allgemein für jedermann verständlich sind. Also müssen Sie für Sachen wie „km“ für Kilometer, „g“ für Gramm oder für Währungszeichen kein extra Symbolverzeichnis erstellen beziehungsweise diese dort aufführen.

Aufbau und Inhalt

Im Grunde ist der Aufbau des Verzeichnisses nichts anderes als eine Tabelle mit zwei oder in manchen Fällen notwendigerweise auch drei Spalten. In der linken Spalte stehen dabei die jeweiligen Symbole in alphabetischer Reihenfolge und in der rechten beziehungsweise mittleren Spalte die jeweiligen Erklärungen. Die dritte Spalte schließlich ist dann von Belang, wenn für spezielle Symbole noch eine Dimensionierung angegeben werden muss. Es ist hierbei Ihnen überlassen, ob Sie dabei von Trennlinien Gebrauch machen oder nicht. Wichtig ist, dass eine Übersichtlichkeit gegeben ist. Im Hinblick darauf ist es außerdem üblich, dass diverse Symbolgruppen voneinander getrennt und nacheinander aufgelistet werden. Das betrifft zum Beispiel:

  • lateinische Symbole
  • griechische Symbole
  • Kennzahlen
  • Konstanten

Kommen aus all diesen Bereichen Symbole vor, nehmen Sie also eine Unterteilung des Verzeichnisses vor. Achten Sie hierbei darauf, ob die Institution unter der beziehungsweise für die Sie Ihre Arbeit anfertigen, eventuelle Richtlinien hat. Manche Universitäten legen etwa Wert darauf, dass die griechischen Symbole vor den lateinischen genannt werden oder umgekehrt.

Symbolverzeichnis erstellen mit Word und Latex

Bei herkömmlichen Schreibprogrammen wie Word dürften die wenigsten Benutzer Schwierigkeiten haben, ein Verzeichnis zu erstellen. Dafür genügt es, jeweils eine einfache Tabelle mit hinreichender Anzahl an Spalten und Zeilen zu erstellen und darin die Symbole aufzuführen. Außerdem gibt es im Internet auch die ein oder andere Vorlage zu finden, welche Orientierung bietet. Im Programm Latex hingegen ist etwas mehr Know-How gefragt, wobei auch hier ein paar einfache Befehle zum Ziel führen:

  • zum Laden des Verzeichnisses im Programm: \usepackage{listofsymbols}
  • zum Anlegen von Symbolen: \opensymdef und \closesymdef
  • zur Definition einzelner Symbole: \newsym[Beschreibung]{Symbol}
  • zur Erstellung des Verzeichnisses, nach Definition aller Symbole: \listofsymbols

Das heißt also, der erste Befehl veranlasst das Einbinden eines Symbolverzeichnisses in das Dokumentpaket selbst. Die als zweites genannten Befehle öffnen beziehungsweise schließen das Anlegen von Symbolen an sich. Dazwischen dient der newsym-Befehl der Definition jeglicher Symbole, die in der Arbeit auftauchen, wobei in die eckige Klammer bereits die Beschreibung kommt, wie sie später auch im Verzeichnis steht.

In die geschweifte Klammer gehört das Symbol selbst. Der zuletzt genannte Befehl schließlich fügt das Symbolverzeichnis an Ort und Stelle ein. Darüber hinaus gibt es noch weitere mögliche Befehle für das Symbolverzeichnis für mehr Optionen. Um diese Möglichkeiten auszuschöpfen, hilft Ihnen gegebenenfalls auch eine Vorlage oder eine Anleitung aus dem Internet.

Wohin gehört das Symbolverzeichnis?

Wenn es also kein Problem mehr darstellt, das Symbolverzeichnis zu erstellen, besteht schließlich die Frage, wo der richtige Platz dafür ist. Sofern es keine Vorgabe seitens Ihrer Hochschule oder ähnlichen Institution gibt, obliegt es schließlich ganz Ihnen selbst. Entweder Sie sehen das Verzeichnis wie einen Glossar, sodass es fast ganz ans Ende einer Arbeit zum Stichwort- und Literaturverzeichnis gehört. Oder aber Sie möchten dem Leser die Gelegenheit bieten, sich noch vor Lektüre der Arbeit einen Überblick der verwendeten Symbole zu verschaffen. Dann gehört das Verzeichnis schon direkt hinter das Inhaltsverzeichnis.

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