Der Wartungsplan – für Effizienz und Sicherheit

Im produzierenden Gewerbe und auch in vielen anderen Metiers sind Maschinen, Geräte und verschiedene Anlagen ebenso notwendige wie kostenintensive Investitionsgüter. Die Instandhaltung, Reparatur sowie unter Umständen das Überholen dieser Objekte ist daher von hoher Bedeutung im Sinne der Betriebswirtschaft. Eine regelmäßige und vor allem fachmännische Wartung ist dafür unabdingbar. Nur dadurch fallen Reparaturkosten so niedrig wie möglich und die Gesamtverfügbarkeit so hoch wie möglich aus. Nicht zuletzt spielt natürlich auch die Sicherheit eine wichtige Rolle. Für all diese Belange ist ein ordentlicher Wartungsplan förderlich. Ein solcher Wartungsplan lässt sich mit gängigen Schreibprogramm wie auch mit Excel erstellen. Für eine optimale Vorlage gilt es indes einige Details zu beachten.

Wozu genau dient ein Wartungsplan?

Gewissermaßen wie ein Auto, welches regelmäßig zur Inspektion muss und wo mit der Zeit viele Komponenten eine Überholung bedürfen, so muss auch jede andere Maschine auf kurz oder lang überprüft werden. Findet dies nicht statt, geschieht ein Verschleiß unbemerkt und kleine Schäden können große Wirkungen entfalten, wodurch es am Ende zum Defekt kommt. Ein Wartungsplan, oder auch Serviceplan, ist somit ein essentielles Mittel, um Maschinen, Anlagen etc. organisiert zu überwachsen und Wartungsarbeiten genau zu terminieren.

Für Mitarbeiter, welche explizit mit Wartungsarbeiten und Instandhaltung beauftragt sind, ebenso etwa auch für Anlagenbauer oder Produktionsleiter ist der Wartungsplan gleichermaßen Kontroll- wie auch Planungsinstrument. Wird ein Wartungsplan stets akribisch eingehalten, dient er außerdem externen Auftragnehmern als Checkliste. Zumal protokollierte Wartungspläne sogar bei Versicherungsfällen oder Gewährleistungsansprüchen an Hersteller ein wichtiges Dokument sein können.

Reicht ein Wartungsplan aus dem Internet?

Da es heutzutage die verschiedensten individuellen Gerätschaften und Maschinen gibt, gibt es ebenso unzählige Websites für Wartungspläne. Vielmehr noch bieten viele Seiten und Dienstleister ihre eigene Wartungssoftware an, welche dann in der Regel mit Mehrkosten verbunden sind. Wie hoch die Ansprüche sind, hängt dementsprechend von der Komplexität einer jeden Maschine ab. Insofern kann bereits eine einfache Vorlage aus dem Internet sinnvoll sein – oder aber das eigenhändige Erstellen eines Plans.

Gängige Schreibprogramme wie Microsoft Word, Excel, OpenOffice und LibreOffice ermöglichen beispielsweise das Anlegen von PDF Formularen, die sich hervorragend für Wartungspläne eignen. Insbesondere die Tabellenfunktionen, welche all die Programme bereithalten, sind dem Zweck der Sache dienlich. Im Übrigen ist das auch für Privatleute unter Umständen sinnvoll. Wer selbst regelmäßig an seinem Auto, Motorrad oder Fahrrad hantiert, kann dafür beispielsweise seinen eigenen Wartungsplan erstellen.

„Wartungsplan“ ist Definitionssache

Hauptsächlich ist ein Wartungsplan freilich ein Instrument von Fachleuten. Wer in diesem Sinne einen Plan anlegen möchte, muss zunächst einmal festlegen nach welcher Intention er den Plan erstellt. Denn tatsächlich kann der Begriff „Wartungsplan“ unterschiedlich ausgelegt werden. So zum Beispiel:

  • Der Plan beschreibt einzig die Zeitpunkte beziehungsweise Intervalle von Wartungsarbeiten an einer Maschine oder Maschinen.
  • Der Plan beschreibt die einzelnen Aufgaben, welche im Zuge der Wartung an einer Maschine bestehen.
  • Der Plan gibt an, welche Wartungsaufgaben von welchen Personen durchgeführt werden.
  • Der Plan umfasst sämtliche Aspekte der Wartung für eine einzelne Maschine, Anlage etc.

Insofern gilt es zu differenzieren, welcher Inhalt überhaupt von Nöten ist. So fällt ein Wartungsplan dann entweder sehr einfach und listenartig aus oder aber komplex und bedarf bei der Erstellung entsprechend mehr Aufwand. Im Folgenden geht es um die wahrscheinlich sinnvollste Variante – ein umfassender Wartungsplan für eine Maschine.

Welche Aspekte der Wartung gilt es zu berücksichtigen?

Wer bereits einmal das Protokoll einer TÜV-Prüfung eines Autos durchgelesen hat, weiß wie akribisch dabei vorgegangen wird. Ähnlich detailliert sollte auch der Wartungsplan für eine Maschine ausfallen, sodass Außenstehende (mit den nötigen Kenntnissen) stets erfassen können, in welchem Zustand sich das Objekt befindet. Daher umfasst der Plan idealerweise zumindest die folgenden Angaben:

  • Termin: Zeitpunkt der aktuellen Wartung
  • Personal: Person oder Personen, die die Wartung durchführen
  • Überprüfte Maschinenteile: Einzelne Auflistung der Komponenten, welche inspiziert wurden
  • Zustand der überprüften Teile: Bemerkung über eventuelle Verschleißerscheinungen o.ä.
  • Ersatzteile: Ausgetauschte Komponenten oder auch Bemerkung über Notwendigkeit dieser
  • Weitere Aufgaben: Im Zuge der Wartung zusätzlich getätigte Maßnahmen (Reinigung etc.)
  • Sonstige Bemerkung: beispielsweise Angabe von nicht überprüften Komponenten, Hinweis auf baldigen Verschleiß etc.
  • Nächste Wartung: festgelegter Termin für die nächste Wartung (bspw. nach Intervall)

Tipps für mehr Effizienz

Im Sinne eines optimalen Ergebnisses lassen sich oben genannte Punkte noch weiter ausführen beziehungsweise auf individuelle Gegebenheiten abstimmen. Da für die meisten Geräte von Seiten des Herstellers Anweisungen für die Wartungen bestehen, empfiehlt es sich, diese als verpflichtende Vorgabe den Wartungsplänen beizufügen.

Überdies lohnt es sich die Vorlage für einen Wartungsplan den Mitarbeitern eines Betriebes digital, also etwa via Tablet, zur Verfügung zu stellen und so ausfüllen zu lassen. Auf diese Weise können Wartungspläne umso einfacher analysiert werden, sodass sich aus diesen heraus weitere Optimierungskonzepte erstellen lassen. Denn schon allein die Analyse der auf lange Sicht benötigten Ersatzteile kann betriebswirtschaftlich aufschlussreich sein.

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Dieser Beitrag wurde am 21. April 2021 veröffentlicht.